[Rezension] Brausepulverherz

Donnerstag, 4. Mai 2017

Titel:  Brausepulverherz
Autorin: Leonie Lastella
Reihe? Einzelband

Verlag:  Fischer
Erscheinungsdatum:  27.04.2017
Seitenanzahl:  496
                                                         Hier erhältlich
Preis:  9,99 €                             Amazon   Verlag


Inhalt

Jiara verbringt ihren Sommer wie jedes Jahr im schönen Finale Ligure, einer kleinen italienischen Stadt am Mittelmeer. Jiaras Freund Jonas bleibt in Hamburg um zu arbeiten, ganz im Sinne seines 10-Jahre-Plans für ihre gemeinsame Zukunft. Doch als Jiara in diesem Sommer auf Milo trifft, wird ihr Leben total auf den Kopf gestellt. Das Knistern und Kribbeln, das sie spürt, dürfte eigentlich nicht sein. Sie hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft, die in Hamburg auf sie warten. Aber ist es das, was sie selbst will? Jiara befallen immer mehr Zweifel und auch die Anziehungskraft zwischen Milo und ihr kann sie nicht länger ignorieren …


Cover

Das Cover ist SO schön! Richtig sommerlich, verspielt und auch ein wenig romantisch. Ich könnte das Buch stundenlang anstarren. Der hintere Abschnitt mit den Informationen über die Autorin ist auch sehr liebevoll und goldig gestaltet. Außerdem sind einige Elemente des Covers geprägt und das liebe ich. Definitiv ein 5 Sterne Cover.


Lieblingszitate

"Ich mag den Strand in der Nacht. Mein Herzschlag scheint sich dem Rhythmus der Wellen anzupassen. Der Mond verleiht dem Wasser etwas Sanftes. Wie Seide schimmert sein Licht auf der glatten Oberfläche. Am Tag genieße ich das Meer als Möglichkeit, um mich abzukühlen - in der Nacht berührt es meine Seele." (Seite 39)

"Ich sehe zu, wie der Alkohol aus der Flasche rinnt, und fühle mich einsam. Früher habe ich dieses Gefühl geliebt. Es hat mich unabhängig und frei gemacht. Jetzt fühlt es sich schwer und kalt an." (Seite 165)

"Sie lacht. Ich mag das Geräusch. Es fühlt sich an wie einer meiner Lieblingssongs." (Seite 236)

"Es ist atemberaubend, wie ein freier Fall, ohne Sicherheitsnetz, und das erste Mal in meinem Leben brauche ich keinen doppelten Boden." (Seite 298)


Meine Meinung

Der Schreibstil von Leonie Lastella ist sehr schön. Es wird sehr bildlich beschrieben und das macht das ganze Setting des Buches noch schöner. "Es riecht nach Hefeteig, selbstgemachter Tomatensauce und frischem Basilikum." Man fühlt sich schon beim ersten Satz des Buches als wäre man in Italien und als würde man selber die knatternde Vespa am Strand vorbeifahren und das Rauschen des Meeres hören. Die Liebe zu Italien der Hauptfigur und der Autorin ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und auch mich hat der italienische Charme mal wieder vollkommen eingenommen.Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Milo und Jiara. Da dies mein liebster Erzählstil ist, hat mir das natürlich sehr gut gefallen. Man kann dadurch in die Gefühlswelt und Gedanken von beiden Protagonisten eintauchen. 

Von den Hauptfiguren konnte ich leider keine wirklich ins Herz schließen. Jiari ist zwar sympathisch, aber sie ist auch die unselbstständigste Person, von der ich seit langem gelesen habe. Sie tut praktisch nichts aus eigenem Antrieb und lässt sich viel zu viel von anderen leiten und beeinflussen. 
Milo dagegen verhält sich die meiste Zeit des Romans einfach merkwürdig. Ich konnte die meisten seiner Aktionen komplett nicht nachvollziehen. Er läuft eher weg als das er irgendwas an sich heranlassen würde und kommt damit nicht sehr erwachsen rüber.
Den einzigen den ich RICHTIG goldig fand war Dario, der gemeinsame Freund der beiden. Er ist ein wirklich hilfsbereiter, verständnisvoller Freund. Er gibt alles und verlangt nichts dafür. UND er basiert auf einer realen Person, besser geht es jawohl nicht. Die Autorin hat da einen wahren Freund an ihrer Seite. 
Die Handlung der Geschichte konnte mich leider auch nicht richtig überzeugen. Gerade im Vergleich zu anderen Büchern habe ich schon überzeugendere und authentischere Liebesgeschichten gelesen. Die Gefühle kamen bei mir einfach nicht rüber. Nur ganz selten konnte ich das Knistern zwischen Milo und Jiara wirklich fühlen. Die meiste Zeit geht es aber nur hin und her, und hin und her und irgendwann fängt das auch an zu nerven. Das Buch hat ja recht viele Seiten, da hätte man hier vielleicht ein wenig kürzen können. 
Das Ende ist zu erwarten, allerdings (und das möchte ich dann doch loben) ist es lebensnah, realistisch und keinesfalls kitschig. Es ist kein Ende, dass man "nur in Büchern oder Filmen" erlebt. Das hat mir gefallen. Das Buch mag nicht die beste Liebesgeschichte sein, aber es ist nah am Leben.


Fazit

Das Buch verspricht eine Geschichte über "die große Liebe, die einen trifft wie eine Explosion". Es kann dieses Versprechen aber nicht halten, da die Gefühle einfach nicht überzeugend genug rüberkommen. Obwohl ich mich so ins das Cover verliebt hatte und Italiens Charme mich total um den Finger gewickelt hat, kann ich diesem Buch leider nur 3 von 5 Herzen geben. 

Kommentare:

  1. Oh wie schade, ich fand das Cover und den Titel auch so schön :(
    Liebst, Lara.

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    1. Ging mir genauso :/ Aber jeder empfindet Bücher ja anders, vielleicht solltest du dem trotzdem eine Chance geben :)

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  2. Wir haben das Buch letzten Samstag in der Bibliothek bekommen :D, von allen Büchern fällt das Cover echt auf. Da habe ich mir schon überlegt, ob ich es mir mal ausleihe.
    Zudem kannte ich es schon von deinem Instagram Bild. ^^ Das Bild fand ich sehr gut !

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    1. Danke Kateeeey♥ (hab echt lange gebraucht, bis ich gerafft habe, dass du es bist haha :D)
      Mach mal, vieleicht findest du es ja besser als ich :)

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    2. Haha xD Ich bin Inkognito unterwegs x'D. Irgendwann oder auch bald werde ich lesen. ^^

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