[Rezension] Drei Schritte zu dir

Sonntag, 14. Juli 2019

Buchcover
Titel:  Drei Schritte zu dir
Autoren:  Rachael Lippincott mit Mikki Daughtry, Tobias Iaconis
Reihe? Einzelband

Verlag: dtv
Erscheinungsdatum:  24.05.2019
Seitenanzahl:  304
                                                                                         Hier kaufen
Preis: 16,95 €  eBook:  14,99 €                           Amazon   Verlag
Das Buch wurde mir von dtv und 'Was liest du' für eine Leserunde zur Verfügung gestellt. Diese Rezension enthält daher Werbung für den Verlag, die Autorin und das Buch.
Großes Dankeschön dafür!


Inhalt

Stellas einzige Überlebenschance ist eine neue Lunge. Bis es soweit ist, muss sie sich von allem und jedem fernhalten, um ihr ohnehin schwaches Immunsystem nicht zu gefährden. Ohne Ausnahme.
Will ist ganz anders – er lässt sich nicht unterkriegen und ist bereit, auf volles Risiko zu gehen. Sobald er 18 ist, wird er dem Krankenhaus den Rücken kehren, um endlich mehr von der Welt zu sehen.
Vor allem aber ist Will jemand, von dem Stella sich fernhalten muss. Wenn er sie auch nur anpustet, könnte sie infiziert werden. Beide könnten sterben. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fühlt sich der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen ihnen wie eine Strafe an. Wäre ein bisschen mehr Nähe wirklich so tödlich – vor allem, wenn sie verhindert, dass ihre Herzen brechen?
Leseprobe


Cover

Das Cover ist wirklich schön. Mir gefällt die Farbkombinationen von Blau und Rosa. Sehr zart, aber trotzdem zieht es die Blick auf sich. Besonders gefällt mir natürlich, dass die Blumen sich zu einer Lunge ranken. Somit wird sehr schön und simpel der Bezug zum Buch hergestellt.


Erster Satz

"Mein Finger fährt die Zeichnung meiner Schwester nach, eine Lunge, geformt aus einem Blumenmeer."

(Drei Schritte zu dir, Rachael Lippincott mit Mikki Daughtry und Tobias Iaconis, dtv, S. 7)


Meine Meinung

Mit ihrem Buch "Drei Schritte zu dir" lenken die drei Autoren auf ein sehr wichtiges Thema, das noch viel Forschung bedarf: Die unheilbarer Krankheit Mukoviszidose. Ich finde es toll, dass sie sich diesem Thema widmen und es mit diesem Buch/Film so groß machen, denn viele mögen den Namen der Krankheit bereits einmal gehört haben, aber wenige kennen Details. Die Geschichte von Stella und Will gibt uns einen guten Einblick, welches Leid auf die erkrankten Patienten zukommt und welche Einschränkungen in ihrem Leben bestehen. Ich finde die Art toll, durch die das Buch über Muko aufklärt. Die Krankheit wird nämlich in eine interessante Geschichte verpackt, die Spaß macht und manchmal auch emotional ist.

Wir Leser begleiten Stella und Will, bei ihrem zeitgleichen Krankhausaufenthalt. Der Einstieg in ihre und Wills Welt fiel mir dabei leicht. Der Schreibstil ist sehr locker und jugendlich. Es wird viel erklärt und durch die wechselnde Perspektive bekommt man in beide Gefühlswelten einen guten Einblick.

Stella ist sehr pedantisch, was ihren Behandlungsplan angeht. Sie will mit allen möglichen Mitteln am Leben bleiben und ihren Eltern keine Sorgen bereiten. Will ist das genaue Gegenteil. Er scherrt sich nicht um seine Behandlung, will endlich raus aus dem Krankenhaus, um die Welt zu sehen. Anfangs hat mich sein Verhalten sehr erschreckt, da es ihn nicht zu interessieren scheint, wie tödlich er für andere Mukos ist. Doch beide Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, werden reifer und erhalten ganz andere Blickwinkel auf ihr Leben und ihre Krankheit. Sie öffnen sich gegenseitig die Augen.

Stella und Will waren auf ihre Art sehr süß gemeinsam. Sie suchen ständig nach Möglichkeiten, um trotzdem zusammen Zeit zu verbringen. Stets drei Schritte zwischen ihnen. Immer darauf bedacht, denn anderen nicht zu berühren. Dadurch gibt es einige rührende Szenen, denn ihre gemeinsame Nähe ist eine Gefahr, doch das voneinander getrennt Sein eine Qual. Allerdings hätte ich mir insgesamt mehr Emotionalität und eine größere Nähe zu den Charakteren gewünscht. Ich hätte erwartet, dass die Geschichte viel emotionaler ist und mich mehr mitnimmt. Doch außer in den wirklich traurigen Szenen, kamen bei mir selten Gefühle an. Vielleicht lag es daran, dass zuerst das Drehbuch und dann erst das "richtige" Buch geschrieben wurde.


Fazit

Mukoviszidose ist eine schreckliche Krankheit und dieses Buch lenkt den Fokus darauf. Es klärt einen über dieses Thema auf und generiert mehr Aufmerksamkeit für das Leid der Patienten. Die Botschaft, die die Autoren vermitteln wollen, fand ich toll. Insgesamt hat mir auch die Geschichte drumherum gut gefallen. Sie war interessant und hat Spaß gemacht, aber ich hätte mir mehr Emotionalität gewünscht. Gefühle kamen zu selten bei mir an, um mich tiefer in die Geschichte hineinzuziehen.


Weitere Meinungen

"Emotional, mitreißend, gefühlvoll, wunderschön!"
Die Bücherwelt von Corni Holmes

"Ich mochte die Idee, die Charaktere, die Thematik, was sie mit sich bringt. Allerdings war mir die Geschichte an manchen Stellen (vor allem gegen Ende) zu dramatisch."
Nadine von 'Echt jetz?'

"Drei Schritte zu dir war ein sehr bewegendes, herzzerreißendes Leseerlebnis für mich und ich habe es wahnsinnig gern gelesen"
Vanny von Bookalicious

Kommentare:

  1. Mir fehlten im Buch ebenfalls die Gefühle, die meiner Meinung bei solch einer Problematik auftreten sollten... Der Film hat mich dann noch mehr enttäuscht.

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    1. Hallöchen,
      schade, dass es dir ebenso erging :/ Den Film möchte ich noch sehen (wahrscheinlich aber auf DVD) ... da bin ich mal gespannt drauf, wie mir da gefallen wird.
      Liebe Grüße ♥

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