[Rezension] Hortensiensommer

Dienstag, 27. März 2018

Buchcover
Titel:  Hortensiensommer
Autorin:  Ulrike Sosnitza
Reihe? Einzelband

Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum:  12.03.2018
Seitenanzahl:  400
                                                                                         Hier kaufen
Preis: 9,99 €  eBook:  8,99 €                               Amazon   Verlag



Inhalt

Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...
Leseprobe


Cover

Das Cover ist sommerlich schön. Besonders bei diesem aktuell tristem Wetter, ist das Cover eine Augenweide und ruft gleich ein inneres Sommergefühl hervor.


Lieblingszitat

«Die Blüten sehen von Weitem blau aus. Aber wenn man genau hinsieht, sind sie lila und gelb.» Er sah mich an. «Eine optische Täuschung. Ich mag das, wenn man ganz genau hinsehen muss, um den wahren Kern zu erkennen.»


Meine Meinung

Das Cover von "Hortensiensommer" ist sommerlich, der Klappentext verspricht viele Blumen und einen romantischen Mann. Alles deutet auf eine locker leichte Sommerlektüre hin. Aber in diesem Roman steckt so viel mehr.

Im Mittelpunkt steht die Gärtnerin Johanna. Nach einem tragischen Ereignis verlor Johanna ihren Ehemann, ihr Glück und ihre Liebe. Sie ist oft verschlossen, distanziert und verbringt die meiste Zeit in fremden Gärten und nicht in ihrem eigenen. Ganz alleine in ihrem großen Haus ist sie darauf angewiesen die Einliegerwohnung im Keller zu vermieten. Ihr neuer Mieter ist Philipp. Ein Lehrer, der für seine kleine Tochter nach Sommerhausen gezogen ist.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Johanna und Philipp erzählt. Während Johanna sich sehr distanziert verhält und damit auch eine gewissen Distanz zum Leser hält, bringt Philipp sehr viel Wärme in die Geschichte. Er ist sehr sympathisch, romantisch und verständnisvoll. Langsam bringt er Johannas Mauer zum Bröckeln. Doch als Johanna seiner Tochter begegnet, wendet sie sich erschrocken von den beiden ab.

Der Grund für Johannas Reaktion ist sehr traurig. Besonders zum Ende hin konnte mich die Geschichte sehr berühren. Man spürt Johannas Verlust, ihre Ängste, ihre Schuldgefühle, ihre Trauer. Als Philipp hinter ihr Geheimnis kommt, bringen er und seine kleine Tochter Johanna nach und nach dazu sich mit den Ereignissen der Vergangenheit zu beschäftigen. Er zeigt ihr, dass Verdrängen nicht die Lösung ist und man sich seiner Vergangenheit stellen muss, um damit leben zu können. Er zeigt ihr einen neuen Weg und langsam findet Johanna neuen Mut. Die Entwicklungen und auch die Liebesgeschichte entstehen sehr langsam. Eine schnelle Entwicklung hätte auch nicht zu diesem Buch gepasst. Nur anfangs war mir die Geschichte deshalb zu oberflächlich, da oft nur Alltagserlebnisse der beiden geschildert werden.


Fazit

Auf den erste Blick scheint "Hortensiensommer" eine lockere Sommerlektüre zu sein, auf den zweiten Blick beinhaltet dieses Buch aber eine berührende, tiefsinnige Geschichte, die mir viele Tränen entlocken konnte. Von mir gibt es 4,5 Herzen.
 


Großes Dankeschön an Heyne und Lovelybooks für die Leserunde!

Kommentare:

  1. Liebe Jacki,

    eine schöne Rezension zu einem tollen Buch!

    Dein Blog gefällt mir sehr gut und lasse Dir gerne ein Abo da!

    Sei lieb gegrüßt,

    Conny

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    1. Hallo Conny,

      schön, dass dir meine Rezension gefallen hat und, dass du als Leserin hier bleibst :)

      Vielleicht zieht das Buch ja irgendwann bei dir ein. Wenn ja, wünsche ich dir viel Freude damit! :)

      Liebe Grüße ♥

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  2. Hallo Jacki,

    eine Rezi, die Lust auf das Buch macht. Danke dafür! Conny hat mich auch schon damit angefixt.
    Wenn der Kern des Buches in die Tiefe geht und nicht nur oberflächlich bleibt, ist es auch ein Buch für mich.

    Liebe Grüße und schöne Ostern,
    Barbara

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    1. Hallo Barbara,

      es freut mich, dass ich dich durch meine Worte für das Buch ein wenig begeistern konnte :) Und Tiefe ist auf jeden Fall viel vorhanden, mir sind einige Tränen über die Wange gelaufen.

      Danke, die wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße ♥

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